Zu meinem 50. Geburtstag bekam ich ein ganz besonderes Geschenk von Katja Wolterstorf, einer der Lektorinnen des Buches: eine höchst amüsante Kurzgeschichte. Hier ist sie: Der Beender der Widersprüche

Und auch nebenstehende Karikatur war ein besonderes Geschenk! Ich glaube es galt ursprünglich Einstein...
Text: "Ich wusste nicht, was ich dir schenken soll. Deswegen bin ich mit der Zeitmaschine bis Weihnachten gereist und habe nachgesehen, was ich dir schenke."
"Socken und ein Paradoxon! Danke!
Die folgenden Feedbacks bekam ich von einigen Leserinnen und Lesern für das Manuskript in seiner ersten Fassung:
Herzlichen Glückwunsch zu dem gelungenen, anregenden und spannenden Buch! Es hat großen Spaß gemacht es zu lesen. Ich kenne dich nun schon etliche Jahre, habe dein erstes Buch gelesen und finde, dass in diesem neuen Buch eindrucksvoll die Erkenntnis- und Entwicklungsschritte, die du in den letzten Jahren gemacht hast, sichtbar werden, sowie deine große Fähigkeit, das was du herausfindest weiter zu vermitteln und in anschaulicher Weise Denkanstöße zu geben! Die Art wie du denkst, spricht mir aus dem Herzen!
Silvia
Eigentlich “wollte" ich es in Ruhe und in Etappen lesen, ganz bewusst und kritisch. Aber!!.... es hat mich so mitgerissen, reingezogen, dass ich heute bis jetzt, es einfach so gelesen habe und Dir erst Mal meine Begeisterung zum Ausdruck bringen möchte! Es hat mich so gefesselt, dass ich es nicht aus der Hand legen konnte. Jetzt lasse ich das Gelesene sich setzen - Innehalten und werde abwarten, was sich für Widersprüche, Ungereimtheiten in mir die nächsten Tage melden.
Erst Mal jetzt meine spontane Reaktion: Jaaaaha, das Buch berührt mich im Herzen und spricht zutiefst DAS, die Sehnsucht, an.
Dein Buch erlebe ich flüssig und lebendig geschrieben. Das lesen macht Spaß! Der Wechsel zwischen inhaltlichen Aussagen, Beispielen, Zitaten und Deinem eigenen Erlebten gibt dem Buch die Würze. Wie Du den Bogen vom Alltag, Politik und Gesellschaft, Beziehung, Spiritualität und dem “eigenen Inneren" spannst ist für mich schlüssig. Der rote Faden: die Paradoxie des Lebens, zieht sich konsequent durch und am Schluss schließt sich der Kreis.
Manches ist ganz schön harte Kost, auch provokant und konfrontierend und immer schwingt im Unterton: Wohlwollen und Liebe. Du zeigst Dich, auch schonungslos in mancher Selbstoffenbarung. Alle Achtung! Das Buch ist für mich ein Genuss und spricht mir aus der Seele.
Ich bin während des Lesens den ganzen paradoxen Dilemmas meines gegenwärtigen Lebens begegnet, so manche Wehmut beschlich mich, in dem Sinne: “...ach, wenn ich mir doch schon eher dessen bewusst gewesen wäre...," und dann die Freude, dass dieses Buch auch eine Hilfe auf meinem Wandlungs-Heilungsweg ist. Ich muss das nicht alles schon früher gewusst haben.
Tine
Ich habe mich sehr gefreut, dein neues Buch lesen zu dürfen – vielen Dank vorab für dein Vertrauen. Und dafür, dass du es überhaupt geschrieben hast! Ich finde es sehr kraftvoll, sehr aktuell und, mir scheint, auf dieses Buch warten viele Menschen. Das meine ich ernst.
Die Paradoxien in dieser Welt sind so greifbar überall vorhanden, wohin man auch blickt, man könnte den Eindruck bekommen, da braut sich was zusammen, vielleicht wirklich, dass wir immer mehr mit der Nase drauf gestoßen werden, endlich diesen Schritt zur Wahrnehmung, zur Anerkennung zu gehen, nicht mehr zu wissen, wie weiter und dann, endlich, etwas wirklich Neues passieren kann. Hier empfinde ich dein Buch, ich nehme die Schluss“bewertung“ an den Anfang, als einen freundlichen, fast sanften, unmissionarischen, nicht drängenden Augenöffner, eine Einladung, den Vorhang wegzuziehen, und hinzuschauen. Anders hinzuschauen. An andere Orte zu schauen. Gedankenrichtungen zu ändern. Neugierig zu werden. Wie ist das eigentlich?
Es ist eine wirklich durch seine Freundlichkeit bestechende Einladung, vertrauensvoll in richtig haarige, schwierige Gefilde aufzubrechen, wo sich der Verstand krümmt und greint, wo es auch gefährlich wird - oder zu werden scheint... schlicht, weil es so anders ist.
Den Aufbau des Buches finde ich sehr gelungen, Kapitel und Unterkapitel von Abfolge und Titelgebung prima und organisch. Das Kapitel über die politisch-gesellschaftliche Dimension finde ich mutig, nötig und unschätzbar wertvoll, zu oft bleibt psycho-&-spiri-Literatur in ihrer Nische. Die Einleitung, gerade mit der Einladung zu forschen, ist genial! Und entspricht auch sehr deiner Arbeit, wie ich sie erlebe (authentisch!).
Den Schluss erlebe ich lesend als ein Highlight, als Startrampe ins mein eigenes Leben, gibt mir Schwung, das, was ich beim Lesen erfahren habe, mitzunehmen in den großen Workshop und auszuprobieren.
Das Buch ist ein Aufruf zu grundlegender Veränderung, der durch dein eigenes Feuer, was nicht zu oft, aber immer wieder durchschimmert, ansteckt und verlockt. Für mich auch ein Aufruf, der Schuld abzusagen, was erleichternd ist und gleichzeitig nach großem Verzicht schmeckt.
Mit großer Lust habe ich von deinem Witz und deiner Poesie gekostet – und natürlich von deiner Klarheit, die ich hier sehr greifbar finde (und von der das Buch auch lebt). Gleichzeitig ist, was du schreibst, sehr persönlich und sehr verletzlich. Menschlich. Das macht es, zusammen im Team mit der Klarheit und der Klugheit und der Freundlichkeit, zu einem richtig guten Buch.
Annette
Ich finde das Buch revolutionär und mit bombastischer Sprengkraft. Außerdem gefällt mir, dass es sehr lebensnah und in keiner Weise abgehoben oder vergeistigt ist.
Wenn ich mir radikal erlaube, diese paradoxe Welt unverändert anzunehmen und total in mein widersprüchliches Leben hineinzufallen, stürze ich zwar erst mal geradewegs in die Hölle - dann jedoch durch sie hindurch in eine Erfahrung von Eins-Sein.
Urs
Als Art of Being-Mitarbeiterin mit literarischem Background habe ich das entstehen von Herzensfeuer als Prozess selber miterleben können - sozusagen als Vorab-Lektorin und daher auch mit extra-kritischer Grundhaltung...
Dieser Prozess war äußerst kreativ und spannend. Zu Beginn hatte ich so meine Zweifel, ob das Thema Widersprüche wirklich so buchtauglich ist...
Als ich die ersten Entwürfe der verschiedenen Kapitel las, schien mir auch Saleem noch nicht so ganz bei der Liebeserklärung angekommen . Wir konnten direkt erleben, wie herausfordernd und kontrovers das Einlassen auf Widersprüche sich in der Praxis darstellt.
Mein erster Schritt weg von einer nur beurteilenden Sichtweise hin zu einem mich Einlassen geschah parallel zu Saleems sich entwickelndem Schreibstil. Der kreative Umgang mit Sprache, der Dialog, den er zum Leser aufbaut und die Begleitung, die er anbietet, nahmen mir sozusagen den kritischen Wind aus den Segeln und entfachten eine wirkliche Bereitschaft, den Inhalt an mich ran- und mich von ihm berühren zu lassen.
Und diese Berührung ging sehr tief. Nicht nur die Passagen, die meine eigene Meinung wieder spiegelten und in denen ich mich verstanden fühlte, sondern gerade bei den zu mir und meinen Erfahrungen in Widerspruch stehenden, wo ich inhaltlich vielleicht ganz anderer Meinung war, wurde es spannend. Denn nun konnte ich Saleems Einladung direkt anwenden und innehalten. Vielleicht ist es gar nicht so wichtig, wer Recht hat? Vielleicht haben wir beide Recht? Was passiert, wenn ich hier nicht kämpfe, sondern diesen Widerspruch auf mich wirken lasse?? Die Antwort konnte sehr unterschiedlich ausfallen - mal öffnete sich etwas in mir, mal empfand ich unerwartet intensive Gefühle, wo sonst ein Urteil herrschte, mal beharrte ich auf meiner Position. Auf alle Fälle aber spürte ich die Lebendigkeit, die jenseits meiner gerade vorherrschenden Meinung darauf wartet, dass ich von meinen (Vor-)Urteilen ablasse und wirklich gegenwärtig werde.
Mich hat dieser neue, bewusste Umgang mit Widersprüchen wacher gemacht und auch gelassener. Es ist so viel schöner, beim nächsten Widerspruch nicht gleich die beste Lösung zu suchen - das macht eng und dicht - sondern innezuhalten und das ganze Spektrum zu spüren, welches sich hier auftut. Und nun kann ich mich überraschen lassen von dieser Kreativität, die ich nicht machen kann, sondern die einfach so da ist und nur auf jemanden wartet, der sie ausdrückt!
Für alle, die Lust darauf haben die gewohnten Bahnen des Rechthabens und Vermeidens zu verlassen und erleben wollen, was tiefer in Widersprüchen verborgen liegt, kann ‘Herzensfeuer’ eine wirklich menschliche Unterstützung sein.
Katja
Und das folgende, von allen das knappste Feedback, gab den entscheidenden Anstoß für den Untertitel:
Eine ergreifende Liebeserklärung ans Paradox. Danke!
Albrecht